BEIM BARTE DES PROPHETEN

Irgendwie haben wir es kommen sehen: Unsere jungen Gänse haben den Hof übernommen. Sie haben die Wiesen gekapert, den Teich zu  ihrem liebsten Refugium erklärt und tun zur Tarnung so, als ob sie mir trotzdem gehorchen. Ganz schön gerissene Schlingel! Irgendwann ging uns ein Licht auf, warum die Tiere sich mit uns so wohlfühlen. Es gibt sozusagen einen Fotobeweis: Die Frisuren ähneln sich dramatisch – das schafft echte Nähe!

 

WAS MAN VON EINEM KLEINEN VOGEL ALLES LERNEN KANN.

Alles eine Frage der Perspektive! Fliegen kann er noch nicht, der kleine Kranich! Deshalb erkundet er die Welt bis auf Weiteres zu Fuß! Neulich stelzte er plötzlich bei den Schafböcken rum, wanderte über den ganzen Hof und landete schließlich bei unseren kleinen fränkischen Landgans-Küken. Die waren ihm von der Größe her offenbar deutlich angenehmer als die großen Böcke. Schon etwas Respekt einflößend, die Fellmonster! Das Spannende ist, dass ihm schon bald letztere ganz, ganz klein vorkommen werden, wenn er sie sich aus der Luft anschaut! Fazit? Mit etwas Abstand betrachtet, verliert vieles seinen Schrecken.

 

VOLL AUF DIE ZWÖLF!

Zwölf kleine Gänse schlüpften vor zwölf Tagen bei uns im Hofladen aus dem Ei. Im Dutzend haben sie jetzt ihren Platz im neuen Feststall und vergnügen sich bei den steigenden Temperaturen ganz ohne jeden Hygieneabstand im Freien. Man könnte argumentieren: „Ist ja eine Familie!“ Können wir aber nicht wirklich beschwören. Egal – sie sei ihnen von Herzen gegönnt, diese unbeschwerte Freiheit!

 

 

GANZ SCHÖN BLÖD: ALLES WEG!

Äpfel, Birnen, Apfelsaft: Nichts hält ewig!

Sie haben so treu gekauft, so lecker genossen, und jetzt so ein Pech.

Die Ernte 2019 lag genau bei 1% von dem, was wir sonst haben. Das Wetter und der Frost hatten uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wo Knospen erfrieren, wächst später keine Blüte, die bestäubt werden kann und folglich keine Frucht. Und demzufolge gingen dann auch die spärlichen Erträge schnell weg. Insofern ganz schön blöd, dass Sie bis August auf neue Äpfel und bis September auf Birnen und neuen Saft warten müssen. Aber es gibt andere schöne Sachen, weswegen sich der Weg zu uns trotzdem lohnt: Unsere Eier, Honig, Apfelgelee und Marmelade, Geflügel und unser wunderbarer Hof zum Spazierengehen und Blütengucken, aus denen hoffentlich wieder leckeres Obst entsteht! DRÜCKEN SIE SICH DIE DAUMEN!

 

PUSCHELIGE PRACHTEXEMPLARE

Vor einigen Wochen erhielten wir von einem Kollegen einige besondere Ostereier: die der fränkischen Landgans, einer vom Aussterben bedrohten Rasse. Ganz klar, dass wir dagegen etwas tun wollen! Also haben wir unseren Brutautomaten im Hofladen aufgestellt,  die Eier behutsam auf Stroh gebettet, dreimal täglich gewendet und dazu noch mit Wasser fein besprüht  – sozusagen Gans nach Lehrbuch.

Seit gestern haben wir ein Dutzend Küken! Und sie wollten natürlich einen großen Auftritt, also kamen die kleinen Schnäbel mitten in unserer Hofladen-Verkaufszeit durch die Schalen. Innerhalb weniger Minuten waren die lustigen, noch feuchten Zausel auf der Welt – sehr zur Freude der Kunden, die sich total in die jungen Ankömmlinge verliebten. Einige weitere werden demnächst schlüpfen!

Inzwischen sind die kleinen Gänse flauschig gelb und genießen im Freien bereits die Frühlingsluft und die wärmenden Sonnenstrahlen.

Wir sind sehr bemüht, dass möglichst viele der Küken durchkommen, später selbst Nachwuchs haben und wir auf Vogelfängerkaten damit zum Erhalt dieser schönen, genügsamen Rasse beitragen.

 

DER HOFVERKAUF IST BEI UNS EINE SICHERE BANK!

Überall sieht man sie jetzt: Die Plexiglasscheiben, die helfen, die Corona-Ansteckungsgefahr beim Einkauf einzudämmen.
Aber nirgendwo sind sie so naheliegend wie bei uns! Irgendwie macht diese Abtrennung die Anfänge meiner Bankerlaufbahn wieder lebendig. Sollte sie früher am Bankschalter den schnellen Kassenraub verhindern, dient sie jetzt eben dem Ausschluss des Gesundheitsraubs! Also: Der Verkauf geht weiter, unter verschärften Maßnahmen zum Wohle aller!

 

OBST OHNE GIFT – WENN NATUR DIE CHEMIE ERSETZT · ARTE, 20.03., 19:40 UHR

Verfügbar vom 19/03/2020 bis 17/06/2020
Nächste Ausstrahlung am Freitag, 20. März um 19:40

„Äpfel und Wein zählen zu den Lebensmitteln, bei denen am meisten Pestizide eingesetzt werden. Dabei geht es auch anders. Mit neuen Konzepten und mit der Kraft der Natur: mit Blühstreifen und Hühnern zwischen dem Obst und mit neuen, pilzwiderstandsfähigen Sorten. Aber auch der Handel und die Verbraucher können etwas ändern und Obst mit optischen Macken abnehmen.“ (Text Website Arte · Ankündigung)

Am 20. März geht Arte dieser Thematik nach und zeigt dabei auch unseren Hof!

Wie genau, wissen wir noch nicht, aber auch wir sind gespannt!

 

CAFÉ UND CORONA SCHLIESSEN SICH DERZEIT AUS!

Liebe Gäste und Freunde des Hofs: In dieser etwas unüberschaubaren Zeit müssen wir das Café auf unbestimmte Zeit schließen! Wenn es weitergeht, informieren wir Sie an gleicher Stelle und in den lokalen Zeitungen! Herzlichen Dank für Ihr Verständnis!

Wir freuen uns auf das Wiedersehen!

AUS URLAUB WIRD NEWDLES!

Im Sommer können wir manchmal nicht alle unsere Eier an den Mann bzw. an die Frau bringen. Zuviele Urlauber, die woanders weilen 😉 Letztes Jahr hatten wir eine schöne Idee, wie wir das zukünftig doch noch hinbekommen: Wir machen die Eier haltbar! Mit Hilfe von Nudelteig. Nach unseren Rezepten lassen wir in einer Nudelmanufaktur drei Sorten mit einem Eianteil von 30% herstellen – den hat sonst keiner! Sie sehen, Not macht immer wieder erfinderisch.

Übrigens verstehen sich unsere Teigwaren ganz ausgezeichnet mit herzhaften Saucen. Guten Appetit mit unseren NEWDLES!

BRUDERHAHN

Wir haben ab sofort „Bruderhahn“-Produkte im Sortiment! Im Demeter-Kreislauf ist auch die Tierhaltung vorgesehen: Wir hatten uns damals für Hühner entschieden. Die Tiere halten die Obstplantagen bodennah im Sommer von Ungeziefer frei, legen köstliche Eier und liefern auch noch den Dünger, den wir teilweise an Partner weiterreichen.

Wir bekommen die Jungtiere von einem Bio-Geflügelzüchter aus der Region. Er ist Mitglied bei „Mein Bruderhahn„. Dieser Verband zieht auch die kleinen Hähne auf.

Denn, ganz klar:  aus den Eiern beim Züchter schlüpfen natürlich auch kleine Hähne. Diese haben in unserer auf Effizienz getrimmten Welt kaum einen Wert – sie benötigen deutlich mehr Futter und Zeit, um ein vergleichbares Schlachtgewicht zu erreichen wie ihre Schwestern.

Und vielfach hat man sich entschieden, das Leben der kleinen männlichen Küken nach dem Schlüpfen sofort zu beenden.

Auf teilweise sehr grausame Art …  Und die Politik macht dem bisher kein Ende.

 

Natürlich endet auch das Leben der Hähne irgendwann einmal. Und dann entstehen aus ihrem Fleisch leckere Produkte wie Frikassee, Suppe, Bolognese oder sogar Currywurst. Diese und einige mehr bekommen Sie bei uns im Hofladen!

An den Etiketten arbeiten wir noch – nicht wundern, wenn sie nachher anders aussehen als auf dem Foto!